Ich habe COPD , die Sicht der Betroffenen
Login
Benutzername

Passwort



Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.
Berichte Übersicht
Diabetes durch Cortison
Veröffentlicht in: Die Berichte aus dem Leben
Durch lange und hohe Einnahme von Cortison habe ich im Jahr 2004 einen insulinpflichtigen Diabetes bekommen.
Aus dem Cortison bin ich schon lange heraus, der Diabetes ist geblieben. Zuerst wurde er als TypIII betitelt - erworben durch eine andere Erkrankung - aber mittlerweile hat er sich als TypII manifestiert. Er ist nicht erbliche bedingt, da niemand in meiner Familie unter "Zucker" litt.

Mit den Jahren ließ er sich immer schlechter einstellen und wenn Cortison erforderlich wurde stieg er fast an die 500 hoch, trotz hoher Insulinzufuhr.

Ich muß gestehen, daß ich mich auch nicht immer an die vorgeschriebene Diabeteskost gehalten habe. Aber ich versuchte immer wieder einen erträglichen Wert zu erzielen. Da ich mittlerweile Nebenwirkungen vom Diabetes habe (Polyneuropathie) war ich Anfang diesen Jahres zum dritten mal in einer entsprechenden Diabetesklinik und wurde jeweils mit Erhöhung entlassen, das letzte mal mit der täglichen Insulinzufuhr bei jeder Mahlzeiten so um die 45 Einheiten und Langzeitinsulin auf 77 Einheiten. Das hatte zur Folge, daß ich immer fetter und fetter wurde. Klar leuchtet mir auch ein, Schweine wurden früher mit Insulin gemästet.

Direkt im Anschluß am letzten Krankenhausaufenthalt wechselte ich zu einem neuen Diabetologen. Der hat erstmalig ein Untersuchung gemacht wie viel eigenes Insulin mein Körper noch produziert. das wurde in all den Jahren nie gemacht. Und siehe da, er produzierte noch reichlich eigenes Insulin und dann noch das viele Insulin was ich gespritzt hatte, kein Wunder sagte er, daß ich zugenommen habe. Nur mal so als Beispiel: 1998 bei meiner Hochzeit wog ich 43 kg und im Januar 2017 hatte ich ein Kampfgewicht von 105,8 kg. 2004 als es mit dem Cortison anfing wog ich 62 kg.

So mein neuer Diabetologe erarbeitet mit mir eine Taktik an der ich mich ganz konsequent halte.
Die ersten 4 Wochen habe ich komplett auf Kohlehydrate verzichtet. Ich habe nur ganz wenig Insulin gespritzt, aber zusätzlich wöchentlich ein Medikament gespritzt, welches den Stoffwechsel anregte und bei mir wirkte es so, daß ich viel weniger Hunger hatte und auch weniger gegessen hatte.

Dann wurde es reduziert und ich spritzte dieses Medikament nur noch alle 14 Tage. Seit dieser Zeit esse ich ganz bewusst wenig Kohlehydrathe, so daß ich am Tag mit 7 - 10 BE auskomme. Habe dazu recht viel Mineralwasser oder zuckerfreie Getränke, aber auch Kaffee und Tee getrunken. Die Trinkmenge am Tag habe ich deutlich erhöht. Ich habe jetzt immer eine Fl. Mineralwasser auf dem Schreibtisch stehen und ein Glas, welches ich vollschütte und wenn ich es getrunken habe sofort nachfülle. Das animiert mich persönich mehr zu trinken. Seit 6 Wochen messe meinen Zucker jetzt mit dem FreeStyle Libre. Alle 14 Tage kommt eine neues Messplättchen in den Oberarm und ich scanne nur noch meine Werte. Ich brauche nicht mehr 5 mal am Tag mich in den Fnger stechen um den Zuckertest zu machen.

Das ist eine totale Erleichterung. Meine Zuckerwerte sind seit 6 Wochen im grünen Bereich und mein Diabtologe, aber auch ich sind hoch zufrieden. Ich esse alles woraf hin Appetit habe in Maßen, außer Kohlehydrate, da passe ich halt auf, dß ich nur noch wenig davon esse. Hatte ich ja oben geschrieben, daß ich nur noch ca. 8 BE's essen. Wenn ich jetzt eine normale Pizza essen würde, dürfte ich nichts mehr anderes essen. Also esse ich davon nur ein ganz kleines Stückchen und einen Salat , den Rest ißt mein Mann. So geht es auch und zwar gut. Den Erfolg sehe ich jedes mal wenn ich auf die Waage gehe.

Von Januar bis jetzt habe ich knapp 12 kg abgenommen. Und ich mache weiter.
Drucken
Powered by PHP-Fusion copyright © 2002 - 2019 by Nick Jones.
Released as free software without warranties under GNU Affero GPL v3.
Themes by Janilein